Kundeninformation zu Aloe vera Produkten

Der Stand der Forschung

Mit wachsendem Interesse an der Wirksamkeit der Aloe vera nimmt auch die Zahl der Forschungen zu. Dabei lassen sich zwei Methoden unterscheiden:

> Klinische Studien, die an Menschen vorgenommen werden. Bei diesen Tests wird die Wirksamkeit eines Arzneimittels geprüft.

> Untersuchungen im Labor. Die experimentellen Studien werden an Zellkul­turen oder an Tieren vorgenommen, um Erkenntnisse zur jeweiligen Wirkung eines Arzneistoffs zu gewinnen. Die nachgewiesenen Effekte müssen aber nicht zwingend mit der klinischen Wirksamkeit auf Menschen übereinstimmen.

Klinische Studien über die Aloe vera Pflanze

In den USA und Thailand wurden erfolgreich mehrere neue klinische Studien über die Wirksamkeit äußerlich aufgetragener Aloe vera bei entzündlichen Hauterkrankungen, Wunden, Verbrennungen, Sonnenbrand, Erfrierungen, Akne und Insektenstichen durchgeführt. In Deutschland gibt es klinische Erfahrungsberichte über den wirkungsvollen Einsatz von Aloe vera vor, während und nach Chemo- und Bestrahlungstherapie – zur besseren Wundheilung und gegen    die Nebenwirkungen auf die inneren Schleimhäute. Zudem liegen   verschiedene Erfahrungsberichte von Ärzten über den Einsatz von  Aloe vera bei Diabetes mellitus I vor: Nach dreimonatiger regel­  mäßiger Einnahme eines hochwertigen Aloe vera Saftes konnte die Tagesdosis beim insulinpflichtigen Diabetes um etwa 20 Prozent  verringert werden. Bei gleichzeitiger äußerlicher Anwendung von Aloe klang Juckreiz ab und offene Hautstellen am Fuß heilten. Über die Wirkung einer spezifischen Gruppe von Polysacchariden in der Aloe vera, die Einfluss auf Tumorzellen haben, wurde in Japan geforscht. In diesem Zusammenhang werden inzwischen Studien in Deutschland, England, Frank­reich, Skandinavien, Japan und den USA durchgeführt.

Forscher der »Barts and London School of Medicine and Dentistry« stellten fest, dass Aloe vera bei innerlicher Anwendung die Heilung von Geschwüren fördert. Man ist zuversichtlich, dass Aloe auch bei der Behandlung von Ausschlag hilft, der als Nebenwirkung von entzündungshemmenden Medikamenten auftreten kann.

 

Darauf sollten Sie beim Kauf von Aloe vera Produkten achten

Aloe vera Produkte – egal ob Nahrungsergänzung oder Kosmetika – sind in der Apotheke, im Reformhaus und Bioladen, immer öfter auch im Supermarkt, über den Internethandel, so genannte Strukturvertriebe oder auf dem Postweg direkt vom Hersteller erhältlich. Das Wichtigste beim Kauf ist, die Herstelleran­gaben auf dem Etikett oder in den Produktinformationen genau zu lesen. Denn oft werden durch bloße »Worthülsen« falsche Assoziationen geweckt, die den Kunden eher manipulieren anstatt zu informieren. Auch der Preis für ein Aloe­ vera Produkt kann sehr unterschiedlich sein – die Spanne reicht von einem Euro pro Tag bis zum beinahe Vierfachen.

Der Internetversandhandel

Auch wenn im Internet mit günstigen Preisen geworben und die Ware werbe­wirksam angepriesen wird, was beim Verbraucher schnell Assoziationen von Gesundheit und reinen Herstellungsverfahren weckt: Vorsicht ist geboten. Selbst wenn Sie sich die Mühe machen, den Anbieter via E-Mail um eine Aus­kunft bezüglich der Anbau-, Ernte- und Herstellungsweise zu befragen – glauben Sie nicht immer, was man Ihnen antworten wird. Viele Verkäufer wissen selbst nicht genau Bescheid. Und leider gibt es immer wieder skrupellose Geschäfte­macher, die nur ihre Waren absetzen wollen und vor Falschdeklarationen nicht zurückschrecken.

Strukturvertrieb

(Network-Marketing)

Aloe vera Produkte aus den USA sind in Deutschland hauptsächlich über so genannte Strukturvertriebe erhältlich. Der Nachteil dieser Orga­nisationen ist, dass Sie als Käufer nicht nur für das Produkt bezahlen, sondern auch die Gewinnspanne mehrerer Verkäufer begleichen, die prozentual am Umsatz beteiligt sind. Das macht die Produkte im Verhältnis zur Qualität teuer. Ein weiterer Nachteil ist, dass viele Verkäufer medizinische Laien sind, denen in puncto Heilwirkungen und Gesundheitsvorsorge die fachliche Kompetenz fehlt. Aber es gibt auch Ärzte und Heilpraktiker, die amerikanische Aloe-vera-Produkte verkaufen. Hinsichtlich ihrer Kompetenz sollten Sie prüfen:

> Haben Arzt oder Heilpraktiker langjährige Praxiserfahrung mit der Aloe vera Pflanze?

> Konnten sie damit auch solchen Patienten helfen, deren Beschwerden sich mit herkömmlicher Medikation nicht verbesserten?

> Oder soll durch den Verkauf von Aloe-vera-Produkten aus dem Strukturver­trieb die Praxis finanziell bezuschusst werden? Dann ist Vorsicht geboten. Denn die Heilkunst wird gefährdet, wenn Verkaufsinteressen im Spiel sind.

Fragen Sie daher einen Arzt oder Heilpraktiker, der Ihnen Aloe vera verkaufen will, nach seiner Motivation. Die einfachste und beste Lösung wäre, der Arzt würde ohne Umsatzbeteiligung mit einem Strukturvertrieb zusammenarbeiten und Ihnen diesen empfehlen. So würde er sich seine Unabhängigkeit bewahren und nicht in Konkurrenz zu Apotheken treten.

ETIKETTEN UND SIEGEL

Egal, wo Sie Ihr Aloe-vera-Produkt kaufen – ein Produkt mit folgenden »Produkt­informationen« gaukelt vor, mehr zu sein, als es ist.

»Aqua«: Das Produkt ist aus sprüh- oder gefriergetrocknetem Konzentrat herge­stellt und wieder mit Wasser ergänzt worden.

> Presssaft: Laut Fruchtsaftverordnung ist der Begriff »Presssaft« nicht definiert, es kann sich also auch um einen Saft aus Konzentrat handeln. Nur »Direktsaft« ist tatsächlich reiner Pflanzensaft.

> lASC-Siegel: Es ist überhaupt Aloe vera im Produkt enthalten, jedoch ohne Garantie für einen Mindestbestandteil.

Nur das staatliche Öko-Qualitätssiegel in Verbindung mit der Öko-Kontrollnummer auf dem Produktetikett garan­tiert einem Aloe-vera-Produkt 100 Prozent biologische Qualität. Es ist das einzige aussagekräftige Siegel.

März 7, 2011 · admin · Comments Closed
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