Mundspülung mit Aloe Vera

Sie haben von der Ölzieh-Kur gelesen, oder sie wurde Ih­nen von Freunden empfohlen. Neugierig haben Sie das Ölziehen probiert, doch bei allem guten Willen ist Ihnen so viel Öl im Mund widerwärtig. Sie sehen keine Chance, sich daran zu gewöhnen; schon beim Gedanken, sich auf diese Weise zu »ölen«, wird Ihnen ganz flau. In diesem Fall sollten Sie einmal versuchen, die Kur mit dem Gel der Aloe-Vera-Pflanze durchzuführen.

Das Mundspülen mit Aloe Vera ist parallel zum Ölziehen eine eigenständige Therapieform, die sowohl aus den ayurvedischen Schriften bekannt ist, als auch als Heilweise der indianischen Völker Mittel- und Nordamerikas überliefert ist. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Aloe ebenfalls in vielfältiger Art und Weise eingesetzt. Die Aloe, das heißt der eingedickte Saft aus den Blättern der Pflanze, wurde in den subtropischen Zonen überall auf der Welt seit frühester Zeit als Universalheilmittel und magisches Instru­ment benutzt und verehrt. Auf sumerischen Schrifttafeln aus dem Jahr 1750 vor unserer Zeitrechnung finden sich bereits Hinweise auf den pharmazeutischen Gebrauch der Aloe. Im alten Ägypten benutzte man den eingedickten Saft für reini­gende Räucherungen und zum Einbalsamieren der Toten.

Nicht alle der über 250 Aloe-Arten aus der Familie der Affodillgewächse (früher Zuordnung Liliengewächse) sind heilkräftig; von höchster Qualität ist die Aloe barbadensis Miller. Das aus ihr gewonnene frische oder schonend sta­bilisierte und haltbar gemachte Gel ist für das Mundspülen und andere innere wie äußere Anwendungen optimal geeig­net und frei von schädlichen Nebenwirkungen.

Universalheilmittel Aloe Vera

Überall auf der Welt, wo Aloe gedeiht, erkannte man schon sehr früh die Heilkraft des aus ihren fleischigen Blättern gewonnenen Saftes. Der Saft der Blätter ist reich an Mine­ralstoffen, Vitaminen, Enzymen, Aminosäuren, Fettsäuren und immunstärkenden Substanzen und entfaltet äußerlich wie innerlich seine Heilwirkung. Er wirkt keimtötend, anti­bakteriell, antiviral, pilztötend, fiebersenkend und dient der Blutstillung sowie der Behandlung vor allem von Hautver­letzungen, Sonnenbrand und Verbrennungen. Das Gift von Insektenstichen wird in kürzester Zeit durch Aloe-Gel scho­nend aus der Haut gezogen. Das Gel regeneriert erschlafftes Gewebe und spendet trockener Haut Feuchtigkeit. Darüber hinaus gibt es so gut wie keine Erkrankung, die nach der Volksmedizin und Naturheilkunde nicht mit Hilfe von Aloe-Saft gelindert oder auskuriert werden könnte. Die Lis­te der Indikationen reicht von Augenentzündungen bis zu Fußpilz, von Unfruchtbarkeit bis zu Diabetes, von Strahlen­schäden bis zu Aids und Krebserkrankungen. Aloe-Vera-Gel ist generell ein heilkräftiger Stimulator des Immunsystems und harmonisiert den Stoffwechsel. Daneben ist Aloe-Saft ein wunderbares Schönheitsmittel für Haut und Haar.

Speziell im Bereich von Zähnen, Mundraum und Ra­chen lässt sich Aloe vielseitig einsetzen und sorgt für eine gesunde Mundflora und festes Zahnfleisch. Das Gel schützt auch vor Kariesbefall. Zahnschmerzen lassen sich mit Hilfe von Aloe-Gel lindern. Zu diesem Zweck wird mit dem Gel der Pflanze, das mit Wasser verdünnt wird, gegurgelt, oder das Gel wird auf die schmerzende Stelle gestrichen. Von dem erfahrenen Phytotherapeuten, Heilpraktiker und Klinischen Psychologen Dr. Jakob-Peter Müller aus Seefeld bei München stammt folgendes Rezept für das Mundspülen mit Aloe Vera. Er empfiehlt, einen Esslöffel des Aloe-Vera-Gels in den Mund zu nehmen und es vier bis sechs Minuten durch die Zähne zu ziehen. Die Prozedur entspricht vollkommen dem Ölziehen nach Dr. Karach, nur dass jetzt mit Pflanzen-Gel gespült wird. Danach wird das Gel ausgespuckt.

Ähnlich wie durch das Öl Schadstoffe aus der Mund­schleimhaut gezogen werden, wirkt die Gallertsubstanz des Gels entgiftend. Aufgrund der Verzuckerung der Geloberflä­che durch Speicheleinwirkung wirkt die Substanz wie eine Vakuumpumpe. Das Gel zieht Schlacken aus der Mund­schleimhaut und bindet die Giftstoffe, die dann mühelos ausgeschieden werden. Ohne die Mundflora zu zerstören, gelingt es auf diese Weise, Keime, Bakterien und Viren, die sich im Mund- und Rachenraum angesiedelt haben, zu ent­fernen.

Untersuchungen haben erwiesen, so Dr. Müller, dass die Mundschleimhaut durch das Spülen mit Aloe einen neutralen pH-Wert erreicht. Im Gegensatz dazu wird die Mundschleimhaut durch das Spülen mit Öl basisch – eine Wirkung, die auch durch die vielgepriesenen zahnfreund­lichen Kaugummis erzielt wird. Eine pH-neutral gestellte Mundschleimhaut fällt jedoch nicht so schnell wieder in ein saures Milieu zurück. Durch das Spülen mit Aloe-Gel kann ebenso wie beim Ölziehen eine Entgiftung des gesamten Organismus erreicht werden. Unterstützt wird diese Kur durch das zusätzliche Einnehmen von Gel, das vorher nicht im Mund gespült wird.

Gute Ergebnisse werden dabei jedoch nur erreicht, wenn ein Aloe-Vera-Gel von bester Qualität eingesetzt wird. Aloe ist nicht gleich Aloe. Wichtig ist zum einen, die für Heilan­wendungen geeignetste Aloe-Sorte (Aloe barbadensis Mil­ler) zu wählen. Zum anderen müssen die Inhaltsstoffe der Aloe möglichst unverfälscht in dem verwendeten Gel ent­halten sein – es darf nicht bis zu mehr als neunzig Prozent aus Wasser bestehen, wie das bei manchen Produkten der Fall ist.

In unseren Breiten sind frische Aloe-Blätter nicht erhält­lich; wir sind auf haltbar gemachte, stabilisierte Fertigsäfte oder -gels angewiesen. Ein naturreines Aloe-Vera-Gel von ausgezeichneter Qualität, das auch für die vorgestellte Me­thode der entgiftenden Mundspülung geeignet ist, wird bei­spielsweise von der Firma »Forever Living Products« ange­boten . Hier wurde ein patentiertes Verfahren entwickelt, das – wissenschaft­lich nachweisbar – die heilkräftigen Wirkstoffe des frischen Aloe-Gels konserviert und damit höchsten Ansprüchen ge­nügt.

Das Mundspülen mit Aloe Vera ist mit anderen Empfin­dungen verbunden als das Ölziehen. Das Gel der Pflanze schmeckt aufgrund der in der Pflanze enthaltenen Bitter­stoffe leicht herb und wirkt im Mund frisch und anfangs zusammenziehend. Gerade Menschen, die von öligen Sub­stanzen abgestoßen werden, ziehen es vor, das Mundspülen mit Aloe zu praktizieren, und erleben so das gleiche befrei­ende Gefühl der Reinigung und Klärung.

Erste Erfahrungen zeigen, dass das Mundspülen mit Aloe in seiner aufbauenden und heilsamen Wirkung dem Ölziehen in nichts nachsteht und vor allem im Bereich Zähne, Zahnfleisch, obere Luftwege und Stärkung der Abwehrkraft des Organismus sehr viel Positives bewirkt. Speziell bei der Bekämpfung von Herpes-Infektionen hat sich das Spülen mit Aloe bewährt. Wie auch beim Ölziehen werden mit der Aloe-Spülung über den Mund und Rachen die inneren Organe angespro­chen.

Mit Aloe entgiften

• Besorgen Sie sich ein naturreines Aloe-Vera-Gel bester Qualität.

• Nehmen Sie auf nüchternen Magen – am besten mor­gens nach dem Aufstehen – ungefähr einen Esslöffel voll Gel in den Mund.

• Ziehen Sie das Gel für etwa vier bis sechs Minuten durch die Zähne, und »kauen« Sie es.

• Spucken Sie die Flüssigkeit danach aus.

• Um die entgiftende und aufbauende Wirkung zu ver­stärken, nehmen Sie im Anschluss an das Mundspü­len ungefähr zwei Esslöffel frisches Aloe-Gel innerlich ein.

Achtung: Wie beim Ölziehen darf das Aloe vera Gel, mit dem ge­spült wird, nicht heruntergeschluckt werden. Es ist jedoch nicht schlimm, falls das aus Versehen einmal geschieht. Wenn Sie Gel innerlich einnehmen, sollte es immer so­fort geschluckt und nicht erst im Mund gespült werden.

Dezember 15, 2010 · admin · One Comment
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